Ein weites Feld ist ein 1995 erschienener Roman von Günter Grass. Der Titel bezieht sich auf eine von Theodor Fontane im Roman Effi Briest geprägte und seither sprichwörtlich gewordene Redewendung des Vaters der Hauptfigur. Ein weites Feld steht bei Grass für die historisch weit ausgreifenden Perspektiven in dem umfänglichen Roman, dessen Handlung im Kern den Zeitraum vom Fall der Berliner Mauer über den Prozess der Wiedervereinigung bis zum Oktober 1991 betrifft, darüber hinaus aber die Geschichte Deutschlands seit den Befreiungskriegen einbezieht.
Erzählt wird die Handlung aus ostdeutscher Sicht. Hauptfiguren sind der Fontane-Wiedergänger „Fonty“ und dessen „Tagundnachtschatten“ Hoftaller, ein langjähriger Staatssicherheitsoffizier, der Fonty über das Ende der DDR hinaus begleitet und weiterhin oft bestimmenden Einfluss auf ihn ausübt. Örtlicher Ausgangs- und Mittelpunkt der Handlung ist Berlin, das Grass sowohl in der Umbruchzeit des Wiedervereinigungsprozesses teils eingehend veranschaulicht als auch in Rückgriffen auf die Wirkstätten und Aufenthaltsorte Fontanes und seiner Romanfiguren aufleben lässt. Der Roman ist in fünf Bücher gegliedert, jedes Buch wiederum in fünf bis neun mit Überschriften versehene Kapitel unterteilt.
Quelle: Wikipedia